Sonntag, 30. März 2008

Tiscover: Domains auch verkauft

Noch ein Nachtrag zu meinem letzten Post über den Tiscover-Verkauf: was eigentlich jeder (halbwegs Informierte) gewusst hat, führt nun zum Wehgeschrei: mit dem Verkauf der Tiscover-Anteile durch das Land Tirol sind natürlich auch sämtliche Domains nach Deutschland verscherbelt worden, die man über viele Jahre angehäuft hatte (dürfte sich um ein paar tausend Domains handeln, eine genaue Zahl habe ich allerdings nicht). Dazu zählen neben vielen für den Tourismus interessante Adressen mit .com, .at, de. Endung, auch jede Menge .info-Domains (kann sich noch wer an die Domain-Grabbing Affäre von 2001/2002 erinnern?) und sogenannte "Umlaut-Domains". Dazu zählen etwa www.kitzbühel.com, www.ötztal.com, www.sölden.com und viele weitere, die nicht aktiv, aber registriert sind (fügen.com, wildschönau.com, wörgl.com, niederösterreich.com, oberösterreich.com,...). Für die Regionen/Orte und die ansässigen Betriebe wird's keinen großen Unterschied machen. Erstens haben sich die Umlaut-Domains sowieso bisher nicht durchgesetzt und zweitens ist es eh egal, über welche Umwege (sprich Internet-Plattform) die Gäste ins Land kommen. Trotzdem verwundert es, dass die Frage nach den Domains nicht bereits etwas früher aufgeworfen wurde...

Kommentare:

Bodenseepeter hat gesagt…

zB auch donauradweg.com

Michael Egger hat gesagt…

An die .info-Domain-Affäre kann ich mich noch erinnern. Einige haben damals zum Heiligen Krieg gegen Tiscover aufgerufen. Es ging ja nicht um die Domains, sondern um die Vorgehensweise.

Die WIA schreibt: "Ausverkauf des Tiroler Tafelsilbers". Im Gegenteil. Die TW hat endlich den Interessenskonflikt vom Hals und kann sich ihren wahren Aufgaben widmen.

Eine Frage bleibt für mich aber unbeantwortet. Warum kam Feratel nicht zum Zug? Die hatten ja auch Interesse an Tiscover.

Hanspeda hat gesagt…

www.südtirol.com gehörte auch Tiscover

Daniel A. hat gesagt…

Domaines in dieser Masse dürften recht teuer sein. Das Geld wäre mit einem guten Destinationsblog oder in einer verbesserten Web2.0 Strategie sicherlich besser investiert gewesen.