Samstag, 2. Februar 2008

eTourismus und Wikipedia

Bei einem Blick auf das Ergebnis, dass man bei der Suche nach dem Begriff "eTourismus" bzw. "e-Tourismus" auf Wikipedia erhält, erstaunt es doch, dass zu diesem Thema bisher noch kein wirklich brauchbarer Artikel verfasst wurde. Mehr als der Versuch, den Terminus zu erklären ist nicht zu finden - abgesehen von ein paar recht wahllos zusammen gestellten Links, die auch teilweise veraltet sind. Selbst ein eTourismus Dienstleister aus Deutschland war sich nicht zu schade, den Artikel für einen Link auf seine Firmenhomepage zu missbrauchen.


Da sollte sich doch was machen lassen, gerade im Hinblick auf die doch inzwischen stattliche Anzahl von Blogs, die sich diesem Thema widmen. OK, ich könnte natürlich jetzt auch mit gutem Beispiel vorangehen und selbst aktiv werden :-)), aber vielleicht fühlt sich ja einer meiner Blogger-KollegInnen berufen, diesen weissen Fleck auf Wikipedia mit Leben zu füllen. Auf den englischen Seiten von Wikipedia sieht es beim Begriff "eTourism" übrigens noch düsterer aus.

Montag, 28. Januar 2008

Austrian Day auf der ENTER

Auch ich melde mich mal wieder zu Wort. Erst von Gerwin als Co-Autorin angekündigt, dann kaum Zeit gefunden und voll hängen gelassen. Aber für einen "Gast-Artikel" sollte es hin und wieder reichen.

Letzte Woche war ja bekanntlich die ENTER Messe in Innsbruck, ganz unter dem Zeichen Web 2.0. Ich selbst hatte nur die Gelegenheit, den Austrian Day am Freitag zu besuchen.

Meine Meinung gleich vorweg: die Vorträge brachten meistens nichts neues (Community, User Bewertungen, Blogs, alles rund herum un dass man überall dabei sein muss), aber ein paar interessante Aspekte und Highlights gab es doch, wie zum Beispiel das Thema "Crowdsourcing" von Hannes Treichl.

Das generelle Problem, das ich mit dem Thema Web 2.0 und dem Tourismus in Österreich habe, ist die Adapation/Zugänglichkeit des Social Webs für unsere Kunden. Wir als Know-How Träger müssen doch unseren Kunden Lösungen an die Hand geben, die für sie auch leicht umzusetzen sind. Jetzt haben wir es endlich geschafft, die Vorteile und die Notwendigkeit von Website, Onlinebuchung und Online Marketing nahe zu bringen, wir können jetzt nicht hergehen und dem 4-Sterin Hotel - oder noch besser dem Privatvermieter - sagen: ihr braucht einen Blog!

Wir sprechen hier meist von Familien-geführten Betrieben, die den ganzen Tag damit beschäftigt sind, ein Hotel zu managen und Gäste zu betreuen, und nicht von uns, die den Großteil des Tages am Computer sitzen.

Wie sollen wir unseren Kunden die Sprache des neuen Internets beibringen? Es geht nicht mehr um tolle Marektingtexte, es geht um das "menscheln". Das Social Web drückt sich anders aus, ist verknüpft und verlinkt und macht auch vor negativer Kritik nicht halt.
Wir können jetzt aber nicht dem Hotelier sagen: "Du musst das Web 2.0 nutzen. Lege einen Xing, Facebook und Dopplr Account an, konfiguriere dein Mash-up, abonniere Google Alerts und setze einen Blog auf - das ist die Chance für jeden!"

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber um dort die Orientierung zu finden, braucht man:
a) Zeit
b) Interesse - oder wie Robert Basic sagt: "Wenn Sie daran denken zu bloggen, lassen Sie es bitte!"

Ich glaube ganz ehrlich, dass Interesse noch wichtiger ist als Zeit, denn, sobald Interesse vorhanden, nimmt man sich die Zeit. Wir können unseren Kunden aber nicht "Interesse" verkaufen, genauso wenig wie das Know-How, das wir uns in den ganzen Stunden, Tagen, Monaten und Jahren mit diesem Medium angeeignet haben.

Was kann eine gute Online Agentur also machen, wenn es beim Kunden keinen Sohn oder keine Tochter gibt, die "schon drin" sind im Netz? Wenn schlichtweg Zeit und Interesse fehlt, aber die Einsicht da ist, dass Internet und alles, was damit passiert, wichtig ist?

Das ist nicht leicht, ich geb's zu - eben weil das Social Web so sehr nach der autenthischen Stimme schreit, nach subjektiven Aussagen des einzelnen. Das Blog-Schreiben kann kein externer PR-Fachmann übernehmen.

Ich glaube, der Ansatz ist, die Kunden langsam heranzuführen, den Übergang vom "normalen Netz" zum "Social Web" möglichst unauffällig zu machen. So muss zum Beispiel ein Blog nicht als eigene - zusätzlich wartbare - Seite angelegt werden, sondern kann die News-Seite ersetzen. Die Bilder für die Bilder-Gallery werden nicht in ein extra programmiertes Tool geladen, sondern auf flickr, Videos auf Youtube.
Tipps zum Schreiben à la Web 2.0 und zum Umgang mit negativer Kritik oder
Basics zum Arbeiten mit Tags gehören zur Beratungsleistung. Hilfestellung gefragt!

Wichtig ist, dass wir endlich damit anfangen, das Web 2.0 nicht als undurchsichtige Blase (auch wenn es das vielleicht ist) vor unsere Kunden zu präsentieren, sondern - mehr oder weniger unbemerkt - in den täglichen, schon gewohnten Aufwand mit der Website - zu integrieren.

Samstag, 26. Januar 2008

Fernsehbeitrag über Internet-Betrug

Eben gerade habe ich einen Fernsehbeitrag auf ORF Tirol gesehen, wo ausführlich über einen Internet-Betrüger berichtet wurde. Auf der Website der Firma Mytos Jagdreisen (inzwischen offline) buchten viele gutgläubige Nutzer Ihren Urlaub über die Silvesterfeiertage auf verschiedenen Hütten/Ferienhäusern in Tirol, selbstverständlich per Vorkasse. Zum vereinbarten Schlüsselübergabe-Termin vor Ort erschien dann leider niemand und der Anbieter konnte nicht mehr erreicht werden. Die Kunden wurden übrigens auch per Internetforen (siehe hier) und eBay akquiriert. Ein Betrugsfall, wie er halt leider immer wieder mal vorkommt.

Was mich an dem Bericht allerdings etwas gestört hat, war die Art und Weise wie die Online-Buchung im Internet wieder in ein schiefes Licht gerückt wurde. Selbst die Moderatorin empfahl am Ende des Beitrags, den Urlaub besser über ein vertrautes Reisebüro zu buchen. So etwas verursacht bei mir schon irgendwie Kopfschütteln. So eine Medienberichterstattung zur besten Sendezeit ist für die Online-Reisebranche und alle seriösen Online-Buchungsplattformen gewiss nicht erfreulich. Da muss wieder das Medium als Sündenbock herhalten, wenn der Hausverstand versagt.

Sonntag, 20. Januar 2008

Tourismus Blog aus Südtirol

Eben habe ich einen neuen Blog entdeckt, der sich u.a. auch mit dem Thema Webmarketing beschäftigt: www.tourismus.org. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Südtiroler Tourismusmarkt, die eTourismus-Beiträge sind aber sicherlich allgemein interessant. Ich habe den Blog auch in mein Verzeichnis aufgenommen.

Samstag, 19. Januar 2008

to blog or not to blog...

Liebe Leser von eTourismus.info! (ja, es gibt noch immer einige, die regelmäßig hier vorbei schauen :-))

Wie man feststellen kann, hat sich in den letzten Wochen und Monaten nicht viel getan auf meinem Blog. Da ich, wie angekündigt, berufsbedingt kaum mehr Zeit gefunden habe, Artikel für den Blog zu schreiben, ist es hier etwas ruhig geworden. Allerdings bin ich nicht der einzige Blogger, bei dem momentan großes Schweigen herrscht, auch bei vielen anderen Online-Tourismusblogs ist seit längerer Zeit nicht Neues mehr zu lesen. Schade eigentlich....

Warum jetzt dieses Posting? Ich will euch nur kurz darüber informieren, dass der eTourismus Blog seine Pforten noch nicht geschlossen hat und ich im Moment überlege, in welche Form er wieder aktiviert werden kann/soll. Also... watch this space!!!

Montag, 15. Oktober 2007

Höher ist nicht immer besser

"Nein, auf den Tiroler Gletschern sollte man keine Bikinis tragen. Das hat nichts miteinander zu tun und außerdem ist es zu kalt..."
So - oder zumindest so ähnlich - äußerte sich ein Hotelier zur heftig umstrittenen Online Kampagne der 5 Tiroler Gletscher.

Auf dem Berg - und Wintersportportal www.mountain2b.com wurde bis gestern ein animiertes Bannermotiv der Tiroler Gletscher ausgeliefert, das die Gemüter erregt. Leider habe ich keinen Screenshot davon mehr machen können, aber ich versuche es einmal zu beschreiben: In Szene 1 schaut eine hübsche Frau im Bikini mit laszivem Blick den User an, im Hintergrund Strand und Meer. Mittelpunkt des Bildes ist das Dekollté der Frau, das extrem tief hängt und nicht wirklich attraktiv ist. In Szene 2 wird das Dekollté gehoben, dort wo es hingehört und wo es gut aussieht. In Szene 3 erscheint dann das Motiv der 5 Tiroler Gletscher (s. Bild) mit dem Claim "Höher ist besser" - und da haben sie recht!

Und nun brechen die Diskussionen los, ob denn Tirol so etwas nötig hätte, wer dafür verantwortlich sei usw. Empörung vielerorts, Stopp der Kampagne. Die neue kostenlose Sonntagszeitung der Moser Holding widmete gleich einen großen Artikel diesem Thema, heute in der Montagsausgabe der TT gleich nochmal einen hinterher...


Letztlich kann davon jeder denken, was er will, auch ich selbst kann nur meine subjektive Meinung widergeben: Ich finde die Idee gut. Auch wenn man vielleicht den Banner noch etwas harmloser oder vielleicht einfach witziger (weniger sexy) gestalten hätte könnte, so hat dieser Banner ge
nau das, was ein Banner machen soll: zum Klick auffordern! Denn wie auch bestätigt, ist die Klickrate dieses Banners sehr gut. Natürlich ist dies nach einer so kurzen Laufzeit, auf anscheinend nur einem, weniger reichweiten-starken Portal nicht wirklich aussagekräftig, und natürlich muss man sich die Frage stellen, ob die Leute, die hierauf klicken, dann auch wirklich an den Gletschern interessiert sind, aber doch respektiere ich den Mut, diese Idee umzusetzen und nicht immer nur die gerade "schöne" Linie Tirols zu fahren.

Doch werden wir dieses Motiv mit Sicherheit in dieser Saison nicht mehr sehen. Vielleicht schauen wir dann einfach mal bei bergfex vorbei und erfreuen uns an dem Banner für den eigenen Shop.

Montag, 1. Oktober 2007

Nachlese Online Marketing Messe


Am 25. und 26. September fand in Düsseldorf die größte Messe zum Thema Online Marketing im deutschsprachigen Raum statt: www.online-marketing-duesseldorf.de/

"Mehr als 10.000 Fachbesucher, Wachstum in allen Bereichen", so die erfreuliche Bilanz. Und diese Euphorie war auch tatsächlich an jeder Ecke spürbar. Da ist es wieder, dieses herrliche Gefühl vom letzten Hype vor knapp 10 Jahren... Weiße Wildleder Sessel im "Plaza" (Treffpunkt mitten in der Halle), supermoderne Messestände, die allerdings nicht unbedingt durch Größe auffallen mussten, und das neue Hip-Getränk Bionade überall. Dienstag morgen um halb zehn wurden die Pforten geöffnet und eine halbe Stunde später ist man schon wesentlich langsamer durch dei Gänge gekommen. Gleich am Eingang sah sich der Besucher dem eher unauffälligen Google Stand gegenüber und rundherum scharten sich alle anderen Aussteller. Viele davon verdanken Google überhaupt erst ihre Existenz.

Aus touristischer Sicht gesehen waren vor allem große Brands vertreten wie Expedia oder Opodo, aber nicht mit eigenem Stand, sondern als Referenzkunden bei den Online Vermarktern AdLINK, Adpepper, Quality Channel etc. Denn Reiseportale dieser Größe verdienen nicht nur das Geld mit Buchungen, sondern auch zu einem beträchtlichen Teil über professionelle Vermarktung, d.h über den Verkauf von Werbeflächen und Kooperationen auf Ihrer Seite.

Das Thema "Web 2.0" war natürlich präsent, wurde aber von "Behavioural Targeting" vom Platz 1 verdrängt. Letzten Endes ging es also immer um die Frage, wie man seine Kunden möglichst ohne Streuverluste erwischt und wie man sie nicht nur zum Click, sondern bis zur Conversion bringt.

Und darum geht es vor allem auch im Online Tourismus: ganz oben in Google zu sein oder Werbung auf den reichweitenstarken Portalen zu schalten kann nicht das Ziel sein, sondern stellt erst den Anfang dar.... und am Ende soll eine Anfrage oder Buchung stehen.
Neue Targeting Modelle können dabei sehr hilfreich sein: so kann man zum Beispiel das Surfverhalten der User beobachten (Behavioural Targeting) und ihnen gezielt wiederholt Banner anzeigen, denn - wie der Marketing Fachmann weiß - muss eine Werbebotschaft mindestens 7x wahrgenommen werden, um "hängen" zu bleiben.

Am Ende heißt es einfach dran bleiben und mitlernen. Das Internet ist auch für den einzelnen Hotelbetrieb inzwischen ein eigener Geschäftskanal geworden, der beworben werden muss - und das am besten im Internet.

Freitag, 28. September 2007

Veränderungen bei eTourismus.info

Liebe LeserInnen von eTourismus.info,

wie Ihr sicherlich schon festgestellt habt, hat sich meine Blog-Frequenz in den letzten Wochen und Monaten deutlich verringert. Der Grund dafür ist, dass ich mich beruflich verändert habe und es mir nicht mehr möglich ist, mich laufend mit dem Thema eTourismus zu beschäftigen. Da ich den Blog allerdings nicht so sang- und klanglos aufgeben möchte (inzwischen gibt es doch eine recht ansehliche Anzahl von regelmäßigen Besuchern und auch die Platzierung bei Google kann sich sehen lassen - z.B. Platz 2 beim Suchbegriff "eTourismus" und Platz 1 bei "eTourismus Blog"), hat sich nun erfreulicherweise eine mehr als gute Lösung ergeben. Julia Mayerhofer, eine profunde Kennerin der Bereiche Online-Marketing und eCommerce, hat sich bereit erklärt, als Co-Autorin den eTourismus Blog mit Ihren Beiträgen zu beglücken. Vielen Dank schon mal dafür Julia :-) !!

Ich werde mir erlauben, soweit es die Zeit ermöglicht, weiterhin den einen oder anderen Eintrag zu verfassen. Ansonsten darf ich jetzt an Julia übergeben und ihr alles Gute und viel Vergnügen beim Bloggen wünschen!